Leopold-Hoesch-Museum

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Paul Sochacki „Gurbet“ und Raphaela Vogel „Il mondo in cui vivo“ - Stipendiaten der Günther-Peill-Stiftung 2016-2018
23.09.2018 - 25.11.2018

Ausstellung

Beschreibung

Das Leopold-Hoesch-Museum Düren freut sich zum Herbstanfang die Ausstellungen der Stipendiaten der Günther-Peill-Stiftung 2016-18, Paul Sochacki und Raphaela Vogel, zu präsentieren, die den Abschluss ihres zweijährigen Stipendiums bilden.

Ein hintersinniger Bildwitz kennzeichnet Paul Sochackis teils spröde Arbeiten, aus denen eine Skepsis gegenüber vermeintlichen Gewissheiten spricht. Auf seinem Ölbild „Das Gespenst der Freiheit“ durchschwebt ein geisterhaftes Wesen mit Farbpalette einen dunklen Bildraum. Als wolle es sich seiner konturlosen Existenz vergewissern, zieht das schüchterne Geschöpf einen roten Pinselstrich über seinen Körper. Hier bin ich noch, scheint das periodisch totgesagte Medium der Malerei zögerlich zu rufen. Mit weiteren Gemälden, deren motivische Bandbreite von einem eisschleckenden Löwen bis zu einer himmelwärts schwebenden Eisenbahn reicht, formt es die mit dem türkischen Wort für „Ausland“ oder „Fremde“ betitelte Ausstellung des Künstlers in Düren.

Häufig werden Paul Sochackis figurative Gemälde von tierischen Gestalten bevölkert, die einem Kinderbuch entstiegen sein könnten. In scheinbar naiver Bildsprache verweisen die Arbeiten mal augenzwinkernd, mal provokant auf Bruchlinien und Widersprüche unserer Gegenwart. In melancholisch grundierten, assoziationsreichen Bildfindungen spielt der Maler mit gesellschaftlichen wie künstlerischen Diskursen. Immer wieder lässt Sochacki die Betrachtenden dabei in die Falle ihrer von Klischees geprägten Erwartungen tappen. So arbeitet der Künstler wiederholt auch mit dem Format der Performance, um den Kunstbetrieb und seine Rituale ironisch bis kritisch zu reflektieren.

Raphaela Vogel lotet in raumgreifenden Videoinstallationen die konfliktreiche Beziehung von Körper, Raum und digitalen Bildtechnologien aus. Stets tritt die Künstlerin in ihren eindringlichen, mit Drohnen und Minikameras gedrehten Szenarien als Protagonistin auf, agiert im Studio oder irrt durch zerklüftete Landschaften. Schwindelerregende Perspektiven, rasante Schnitte und intensive Soundkulissen charakterisieren ihre Arbeiten. In den Videoskulpturen, deren filmische Elemente eine Sogwirkung entwickeln, stoßen archaischer Mythos und Popkultur, Organisches und Hochtechnologie in theatralischer Wucht aufeinander. Das skulpturale Setting der Arbeiten bilden häufig modifizierte Alltagsgegenstände, die eine symbolische Transformation erfahren. In Verbindung mt bemalten Tierhäuten formen sie einen rätselhaften, von Verfall durchzogenen künstlerischen Kosmos, von dem eine bedrohliche Atmosphäre ausgeht.

Mit ihrer intensiven Befragung von weiblichem Körper, Raum und Medien schreibt Vogel eine Traditionslinie künstlerischer Praxis fort. In ihrem experimentellen Umgang mit Materialien und Techniken erweitern die Arbeiten, die sie in Düren unter einem italienischsprachigen Titel gruppiert („Die Welt, in der ich lebe“), die Ausdrucksmöglichkeiten von Skulptur und Film zugleich grundlegend.

Link zur Ausstellung:

www.museum-dueren.de

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