Stiftung Zollverein - Schacht XII

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Die dunkle Seite des Bergbaus. Kolloquium zur Zwangsarbeit im Ruhrbergbau und auf Zollverein
08.11.2020, 14:00 - 15:30

Sonderveranstaltung

Beschreibung

Mit einem öffentlichen Kolloquium erinnert die Stiftung Zollverein an die Opfer der Zwangsarbeit im Ruhrbergbau und auf Zollverein während des Zweiten Weltkriegs.

Zwangsarbeiter sollten ab 1941 die zum Fronteinsatz einberufenen Bergleute ersetzen. Die Kriegsgefangenen und Zivilisten – unter anderem aus der Sowjetunion, Polen, Frankreich und Italien – machten fast ein Viertel der Gesamtbelegschaft in den Ruhrgebietszechen aus.

Der Arbeitseinsatz verlief zum großen Teil unter menschenunwürdigen Bedingungen. Ernährung, Ausrüstung, Ausbildung und medizinische Versorgung waren mangelhaft, dazu kamen Arbeitsüberlastung, schikanöse Behandlung, Krankheiten und Isolation: Viele überlebten den Einsatz nicht oder blieben dauerhaft arbeitsunfähig.

In einem nicht-öffentlichen Teil wird am gleichen Tag im Außenbereich der Mischanlage auf der Kokerei Zollverein eine Gedenktafel enthüllt – genau an der Stelle, an der sich von Juni 1940 bis April 1945 ein Zwangsarbeiterlager befand.

Begrüßung:
Prof. Heinrich Theodor Grütter, Vorstandsmitglied der Stiftung Zollverein

Vorträge:
Prof. Dr. Ulrich Herbert (Freiburg): „Zwangsarbeiter im Ruhrgebiet“
Dr. Klaus Wisotzky (Essen): „Die Elite der deutschen Arbeiterschaft"? – Die Bergarbeiter im „Dritten Reich"
Dr. Christoph Seidel (Institut für soziale Bewegungen, Bochum): „Zwangsarbeitereinsatz im Bergbau“
Dr. Tim Schanetzky (KWI Essen): „Die Gelsenkirchener Bergwerke und die Rolle Albert Vöglers“

An der anschließenden Podiumsdiskussion nehmen teil:
Prof. Dr. Ulrich Herbert, em. Professor für Neuere und Neueste Geschichte, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Dr. Christoph Seidel, Geschäftsführer des Instituts für soziale Bewegung und der Stiftung Geschichte des Ruhrgebiets, Ruhr-Universität Bochum
Dr. Tim Schanetzky, Privatdozent für Neuere und Neueste Geschichte, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Fellow am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen
Prof. Eberhard Schmitt, Leiter Kommunikation und Nachhaltigkeit, RAG-Stiftung, Essen
Dr. Klaus Wisotzky, ehemaliger Leiter des Stadtarchivs Essen

Moderation:
Prof. Heinrich Theodor Grütter, Direktor des Ruhr Museums auf Zollverein

Anmeldung:
Zum Besuch der Veranstaltung ist eine vorherige Anmeldung notwendig, telefonisch unter 0201 246810 oder per E-Mail an veranstaltung@zollverein.de.

Schutzmaßnahmen:
Die Gesundheit aller Besucher des UNESCO-Welterbes Zollverein steht an erster Stelle. Die Durchführung von Veranstaltungen erfolgt entsprechend dem jeweiligen Stand der Corona-Schutz-Verordnung NRW, demnach muss mit einer kurzfristigen Absage der Veranstaltung gerechnet werden.

Es gelten die aktuellen Abstands- und Hygieneregeln. Bei der Veranstaltung besteht Masken- und Abstandspflicht. Am Sitzplatz kann der Mund-Nasenschutz abgenommen werden. Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie ein Formular zur Erfassung Ihrer Daten.

Ort:
Salzlager
Heinrich-Imig-Str. 11
UNESCO-Welterbe Zollverein, Essen

Link zur Veranstaltung:

www.stiftung-zollverein.de

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