Stadt Düsseldorf, ab 23.09.2017, 30 Tage

Heinrich-Heine-Institut

"Brotloseste der Künste, Poesie!" Schriftsteller in Geldnot

03.09.2017 - 12.11.2017
K.I.T. - Kunst im Tunnel

AKADEMIE

21.10.2017 - 07.02.2018
Kunsthalle Düsseldorf

AKA­DE­MIE

21.10.2017 - 07.02.2018
Stadtmuseum Landeshauptstadt Düsseldorf

Aktion Berger Allee. Ein bürgerliches Trauerspiel

06.09.2017 - 26.11.2017
Museum Kunstpalast

Andreas Achenbach. Revolutionär und Malerfürst

07.07.2017 - 01.10.2017
K20 K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen - K20 Kunstsammlung am Grabbeplatz

Art et Liberté – Umbruch, Krieg und Surrealismus in Ägypten (1938–1948)

15.07.2017 - 15.10.2017
Museum Kunstpalast

AXEL HÜTTE. Night and Day

23.09.2017 - 14.01.2018
Museum Kunstpalast

Bilder ohne Schatten. Eine Auswahl aus der Sammlung Kemp

24.09.2017 - 07.01.2018
Hetjens-Museum - Deutsches Keramikmuseum

Gabriele Henkel: Stillleben? Porzellan und Aquarelle

28.09.2017 - 19.11.2017
Museum Kunstpalast

Magische Natur: Carl Wilhelm Kolbe d. Ä., Franz Gertsch, Simone Nieweg, Natascha Borowsky

20.10.2017 - 07.01.2018
Hetjens-Museum - Deutsches Keramikmuseum

Markus Karstieß. Turning to speak

13.07.2017 - 22.10.2017
Kunsthalle Düsseldorf

MUR BRUT 10: ALEX­AN­DER RO­MEY – DRI­VING THE PE­RI­PHE­RY

13.07.2017 - 01.10.2017
Stadtmuseum Landeshauptstadt Düsseldorf

Reformation?

08.09.2017 - 03.12.2017
Kunsthalle Düsseldorf

Singular / Plural. Kollaborationen in der Post-Pop-Polit-Arena

08.07.2017 - 01.10.2017
Museum Kunstpalast

SPOT ON: 1937. Die Aktion ‚Entartete Kunst‘ in Düsseldorf

14.07.2017 - 01.08.2018
K.I.T. - Kunst im Tunnel

Vertrauen. Bilder der Klasse Tomma Abts

24.06.2017 - 24.09.2017
Museum Kunstpalast

“Beauty is a Rare Thing”. Kunst im Gleichgewicht von Buchheister bis Serra

14.04.2017 - 07.01.2018
Museum Kunstpalast

„Der große Durst – Emailgläser aus der Sammlung Dr. Schicker, Berlin“

16.06.2017 - 16.11.2017

Kunsthalle Düsseldorf

Besucheranschrift

Grabbeplatz 4
40213 Düsseldorf

Postanschrift

Grabbeplatz 4
40213 Düsseldorf

Tel.:

(0211) 8996240

Fax:

(0211) 8929168
  • Museum bietet: Führungen für Sehbehinderte
  • Museum bietet: Führungen für Familien
  • Museum bietet: Abends geöffnet
  • Museum bietet: Voll Rollstuhlzugänglich
  • Museum bietet: Newsletter
  • Museum bietet: Führungen für Gehbinderte
  • Museum bietet: Führungen für Kinder/Jugendliche
  • Museum bietet: Gastronomie
  • Museum bietet: Parkplatz vorhanden
  • Museum bietet: Führungen für Hörbehinderte
  • Museum bietet: Führungen für Senioren
  • Museum bietet: Regelmäßige Führungen
  • Museum bietet: Behinderten-WC

Singular / Plural. Kollaborationen in der Post-Pop-Polit-Arena
08.07.2017 - 01.10.2017

Ausstellung

Beschreibung

Eine Ausstellung zum 50-jährigen Jubiläum der Kunsthalle Düsseldorf am Grabbeplatz.

Der Fokus dieser Ausstellung liegt auf Künstler*innen, die in den 1970er Jahren in Düsseldorf lebten und gemeinsam arbeiteten: Michael Deistler, Bruno Demattio, Achim Duchow, Astrid Heibach, Candida Höfer, Christof Kohlhöfer, Ingrid Kohlhöfer, Lutz Mommartz, Tony Morgan, Angelika Oehms, Sigmar Polke, Ulrike Rosenbach, Stefan Runge, Conrad Schnitzler, Emil Schult, Memphis Schulze, Katharina Sieverding, Klaus vom Bruch, Ilona & Wolfgang Weber. Wir werfen mit diesen Protagonist*innen einen frischen Blick auf die Ausdifferenzierung der Künste der Nachkriegszeit sowie subkulturelle Impulse im deutschsprachigen sowie europäischen Raum; die meisten der in Singular / Plural vertretenen Werke wurden noch nie in einer Ausstellung gezeigt. Es ist dabei zentral, dass diese lose wie kosmopolitisch orientierte Gruppe ihre Interessen und Strategien in Auseinandersetzung mit und in Abgrenzung vom Nachleben des deutschen Faschismus entwickelte. Von Interesse waren Malerei nach der Malerei, Musik, Fotografie, Diaprojektionen, Film und Intermedia, Performances, Alltag, die Riten des Rheinlandes, Comics, Popkultur, Rockabilly, Hippie- und Rockertum, Punk und New Wave: In dieser von uns als Post-Pop-Polit-Arena definierten Konstellation ging es um politische Haltungen und die Neuanordnung der Mythen des Populären, um das Aneignen, Wiederholen, Sampeln, Umdeuten, Kopieren und Fälschen von visuellem Material jenseits des Mainstreams. Neben dem Versuch, innerhalb den engen Grenzen des Westens – und vor der Globalisierung des Kunstsystems – der Ordnung des Kalten Kriegs zu entkommen, formulierten die ausgestellten Künstler*innen wichtige Fragen zur Funktion von Bildlichkeit in der sich formierenden Spaß- und Informationsgesellschaft.

Die Gruppen- und Themenausstellung Singular / Plural wird durch Fragenkomplexe wie Zusammenarbeit, Kolonialgeschichten, Musik, Comics, Ökonomien oder Gender strukturiert; sie präsentiert die entsprechenden Werke – sowie dokumentarisches Material, Drucksachen oder Schallplatten – nicht chronologisch, sondern so labyrinthisch, wie die prozessualen Kollaborationen und Debatten der Künstler*innen abliefen. Die entsprechenden Kunstwerke stellen politisches Sendungsbewusstsein und Selbstironie zur Schau; sie bilden Resonanzen mit gegenwärtigen Interessen. Christof Kohlhöfer und Emil Schult fertigten psychedelische Comicstrips, Bruno Demattio oder Stephan Runge erkundeten individuelle Mythologien und Gegenkulturen. Memphis Schulze, Achim Duchow und Sigmar Polke nahmen durch den Einsatz von Spraydosen das Interesse der Street Art an diesen Verfahren vorweg. Lutz Mommartz oder Astrid Heibach setzten sich zu einem für den deutschsprachigen Raum frühen Zeitpunkt mit den ehemaligen deutschen Kolonien auseinander und Michael Deistler reiste auf den Spuren des nationalsozialistischen Afrikafeldzugs nach Ägypten, während Candida Höfer einen ethnographischen Blick auf die eigene Gesellschaft wirft und Ingrid Kohlhöfer klischeehafte Vorstellungen von Freaks befragt. Tony Morgan, Ulrike Rosenbach oder Katharina Sieverding untersuchen genderkritische Positionen und die Rockposen der Popkultur und Conrad Schnitzler transformiert das Erbe der Pop Art durch neue Formen der elektronischen Musik. Viele der multimedialen Arbeiten konnten für die Ausstellung rekonstruiert werden und sind erstmals wieder zugänglich. So fertigte etwa Achim Duchow vertonte Diaprojektionen, die sich mit der Situation rund um die RAF, der Boulevardpresse oder dem Kunstmarkt in diesem „roten Jahrzehnt“ auseinandersetzen. Es ist dabei für das kuratorische Konzept zentral, dass innerhalb dieser Gruppe alternative Lebensmodelle erprobt und gleichzeitig eine singuläre Autorschaft aufgelöst wurde. Etwa Klaus vom Bruch oder Ilona und Wolfgang Weber porträtieren in Diashows oder Fotosammlungen die Düsseldorfer Gruppe, andere tauschten ihr Material untereinander oder erstellen, wie Sigmar Polke und Memphis Schulze oder Achim Duchow und Angelika Oehms, gemeinschaftliche Werke. Wie es der Philosoph Jean-Luc Nancy formuliert: „Mit-Sein“, eben „singulär Plural sein“ setzt immer voraus, mit anderen im Austausch zu stehen, wobei die Frage entsteht, wie innerhalb konkreter Kunstprojekte Gruppen ausgebildet werden können, die zwar als Pluralität funktionieren, in denen jedoch das „wir“ nicht zur Totalität gerät.

Innerhalb der Düsseldorfer Szene wurden die Prozesse des Austausches, Wandels und der Diskussion innerhalb von öffentlichen Foren aufrechterhalten; die Kunsthalle fungierte als zentrale Bühne für diese Aktivitäten. Die in Singular / Plural vertretenen Künstler*innen bestimmten das historische Programm dieser Institution aktiv mit, etwa durch die alternativen Reihen between oder Prospekt, während die Großausstellungen meist der Vorkriegsgeneration vorbehalten waren. Deshalb bestimmen Referenzen auf drei historische Ausstellungen, Yes Sir, That’s My Baby im Rahmen der between-Reihe 1973, die Sigmar Polke-Retrospektive Bilder, Tücher, Objekte 1976 – eigentlich eine Gruppenausstellung in Form einer Totalinstallation – sowie Nachbarschaft, ebenfalls 1976, die Präsentation dieser Jubiläumsausstellung.

Die Künstler*innen:
Michael Deistler, Bruno Demattio, Achim Duchow, Astrid Heibach, Candida Höfer, Christof Kohlhöfer, Ingrid Kohlhöfer, Lutz Mommartz, Tony Morgan, Angelika Oehms, Sigmar Polke, Ulrike Rosenbach, Stefan Runge, Conrad Schnitzler, Emil Schult, Memphis Schulze, Katharina Sieverding, Klaus vom Bruch, Ilona & Wolfgang Weber.

Kuratiert von Petra Lange-Berndt, Dietmar Rübel, Max Schulze und Gregor Jansen

Link zur Ausstellung:

www.kunsthalle-duesseldorf.de

Download Kalenderdaten:

Kalender